Rechtsanwalt


Dr. Christofer Hebel

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Staatlich anerkannte Gütestelle für privates Wirtschaftsrecht

Tätigkeitsschwerpunkte:
Bank- und Kapitalmarktrecht
Bau- und Architektenrecht
Versicherungsrecht
(Internationales) Kaufrecht
staatlich anerkannte Gütestelle für privates Wirtschaftsrecht mit dem Schwerpunkt Bank- und Kapitalmarktrecht

Geboren:
1960, verheiratet, zwei Kinder

Ausbildung:
Regensburg/Mainz/Frankfurt

Promotion:
Mainz 1994 bei Prof. Dr. Walther Hadding
Thema der Dissertation: »Der spanische Eigenwechsel (Pagaré) als Finanzierungsinstrument«, erschienen bei Duncker & Humblot, Berlin 1994

Rechtsanwalt:
seit 1991, seit 1992 in Stuttgart
seit 2008 Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
im Jahr 2010: erfolgreicher Abschluss des Lehrgangs für den Fachanwalt Bau- und Architektenrecht

Fremdsprachen:
Spanisch, Englisch

Mitglied der Rechtsanwaltskammer Stuttgart
Mitglied der Bankrechtlichen Vereinigung e. V.
Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht im Deutschen Anwaltsverein

Berufsverständnis

In den mittlerweile 26 Jahren Tätigkeit als Rechtsanwalt habe ich die Erfahrung gemacht - die sich mit meiner Grundüberzeugung deckt, - dass in den meisten Fällen für beide Parteien die beste Lösung für ihre Konflikte eine ausgewogene (außergerichtliche) Einigung ist. Dies hat nach meinem Berufsverständnis nichts damit zu tun, dass ich mich als Rechtsanwalt nicht genügend für die Durchsetzung der Ansprüche meiner Mandanten einsetze; ganz im Gegenteil liegt das wohlverstandene Interesse der meisten Mandanten darin, sich zu akzeptablen Bedingungen mit der anderen Partei zu vergleichen und so die widerstreitenden Interessen zu einem Ausgleich zu bringen. Ist dies nicht möglich, dann vertrete ich meine Mandanten vor Gerichten und Behörden mit dem nötigen Durchsetzungsvermögen, um berechtigte Ansprüche durchzusetzen und nicht berechtigte Forderungen gegen sie abzuwehren. In allen Fällen bin ich für meine Mandanten ein verläßlicher Ansprechpartner.

Aktuelles

In den vergangenen Jahren habe ich mich hauptsächlich mit der Rückabwicklung von geschlossenen Immobilienfonds und Schiffsfonds befasst. Der Ansatzpunkt für die erfolgreiche Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs gegen das Kreditinstitut, das die Beteiligung vermittelt und im Hinblick auf diese beraten hat, ist in fast allen Fällen die nicht erfolgte Aufklärung über die von den Kreditinstituten vereinnahmte Vergütung. Dies gilt es im Vorfeld sorgfältig zu prüfen. In den Jahren ab 2008 findet sich oft ein Hinweis auf diese Vergütung in der Beitrittserklärung selbst, was die Durchsetzung erschwert.
 

Dr. Christofer Hebel
 

Staatlich anerkannte Gütestelle/Streitbeilegungsstelle

 
Die Erfahrung, dass eine außergerichtlich Lösung oft die bessere Lösung ist, die ich gerade auch in Fällen des Bank- und Kapitalmarktrechts (gleich ob Anleger oder Kreditinstitut) machen konnte, führte dazu, dass ich seit 2009 auch als staatlich anerkannte Gütestelle/Streitbeilegungsstelle zugelassen bin.

In dieser Funktion bin ich als überparteilicher Schlichter tätig. Als Rechtsanwalt für eine der beiden Parteien kann ich in diesem Fall weder zuvor, noch danach tätig sein.

Fragen? – Antworten!

Was ist unter einem Güteverfahren vor einer staatlich anerkannten Gütestelle für privates Wirtschaftsrecht mit dem Schwerpunkt Bank- und Kapitalmarktrecht zu verstehen?

Ein Güteverfahren, dass sich nach der nachstehend abgedruckten Verfahrensordnung richtet, ist in allen zivilrechtlichen Streitfällen möglich, unabhängig vom Streitwert. Darin unterscheidet sich dieses freiwillige Güteverfahren von dem in bestimmten Fällen (abhängig von dem Streitwert) zwingend vorgeschriebenen Schlichtungsversuch gemäß dem Gesetz zur obligatorischen außergerichtlichen Streitschlichtung. Als anerkannte Gütestelle versuche ich in dem Güteverfahren durch Vermittlung zwischen den Parteien eine gütliche Einigung herbeizuführen, durch welche die (gegenläufigen) beiderseitigen Interessen zu einem Ausgleich gebracht werden.

Was heißt privates Wirtschaftsrecht, was heißt Zivilrecht?

Zivilrecht ist der umfassendere Begriff: Zivilrecht sind all die Rechtsgebiete, auf denen sich die Bürger gleichberechtigt auf einer Ebene gegenüberstehen. Im Gegensatz hierzu steht das öffentliche Recht, dass sich wiederum in Verwaltungsrecht und Strafrecht aufgliedern lässt. Kennzeichnend für das öffentliche Recht ist, dass hier immer ein Über-/Unterordnungsverhältnis zwischen dem Bürger und den staatlichen Stellen und Organen besteht, sich die Parteien also nicht gleichberechtigt gegenüberstehen (von Rechtsschutzmöglichkeiten an dieser Stelle einmal abgesehen).

Unter dem Begriff des Zivilrechts lassen sich all die wesentlichen Rechtsgebiete fassen, mit denen jeder Bürger täglich zu tun hat: Der Kauf von Waren aller Art, der Abschluss von Werk- oder Dienstleistungsverträgen, das Geltendmachen von Honorarforderungen oder auch der Abschluss von Versicherungsverträgen, Darlehensverträgen oder auch Verträgen über die Anlage von Vermögen.

Die vorstehend aufgeführten wirtschaftlichen Betätigungen fallen auch unter den Begriff des privaten Wirtschaftsrechts. Privates Wirtschaftsrecht ist all das, was jeder Einzelne täglich tut, um sich mit Dingen zu versorgen, die er zu seinem Leben braucht, sei es, um Einnahmen zu haben oder sich mit Waren und Gütern zu versorgen.

Alle möglichen Streitigkeiten, die aus diesen wirtschaftlichen Aktivitäten resultieren, sind zivilrechtlicher und privatrechtlicher Natur. Streitigkeiten aus diesen Aktivitäten können deshalb im Rahmen eines Güteverfahrens beigelegt werden.

Welche Vorteile bietet ein Güteverfahren gegenüber einem normalen Gerichtsverfahren?

Das Güteverfahren führt in aller Regel, wenn beide Parteien mit der Durchführung eines Güteverfahrens einverstanden sind, zu einem rascheren Ergebnis, als dies bei einem gerichtlichen Verfahren der Fall wäre.

Die Kosten des Verfahrens vor der anerkannten Gütestelle liegen normalerweise unter denen eines streitigen Gerichtsverfahrens, was sich gerade bei hohen Streitwerten auswirken kann, da der Schlichter nicht nach Streitwert, sondern (gestaffelt nach Streitwert) nach Zeithonorar bezahlt wird. Im Falle einer Einigung erhält der Schlichter allerdings zusätzlich eine Einigungsgebühr nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), die sich nach dem Streitwert bemisst. Für den Fall einer Einigung vor einem Gericht wäre dies aber auch der Fall.

Schließlich bietet das Verfahren vor einer anerkannten Gütestelle noch den Vorteil, dass zu Beginn des Güteverfahrens zunächst nicht ersichtliche Probleme gelöst und Konflikte beigelegt werden können, da es keine Beschränkung auf den Prozessstoff gibt, was bei einem gerichtlichen Verfahren der Fall wäre.

Was ist eine anerkannte Gütestelle?

Eine anerkannte Gütestelle ist eine Person oder sind Personen, die

  • die Gewähr für eine von den Parteien unabhängige, objektive und qualifizierte Schlichtung bieten,
  • die Schlichtung als dauerhafte Aufgabe betreiben und
  • die nach einer Verfahrensordnung vorgehen, die in ihren wesentlichen Teilen dem Verfahren nach dem Schlichtungsgesetz entspricht.

Welche Besonderheiten weist das Verfahren vor anerkannten Gütestellen auf?

Das Verfahren vor einer anerkannten Gütestelle weist zwei Besonderheiten auf:

  • Die Verjährung von möglichen Ansprüchen wird durch die Einreichung des Antrags auf Durchführung eines Verfahrens bei der Gütestelle gehemmt. D.h. dieser Anspruch verjährt erst einmal nicht. Diese Wirkung der Stellung eines Antrags bei der Gütestelle entspricht der Wirkung des Einreichens einer Klage bei einem Gericht.
  • Aus einem vor einer Gütestelle geschlossenen Vergleich kann die Zwangsvollstreckung betrieben werden, falls die andere Partei sich nicht an die geschlossene Vereinbarung hält und ihren Pflichten nicht »freiwillig« nachkommt. Zwangsvollstreckung heißt, das staatliche Hilfe, z.B. durch einen Gerichtsvollzieher, in Anspruch genommen werden kann.

 

Verfahrensordnung

Verfahrensordnung der staatlich anerkannten Gütestelle/Streitbeilegungsstelle für privates Wirtschaftsrecht mit dem Schwerpunkt Bank- und Kapitalmarktrecht

Die vollständige Verfahrensordnung als PDF zum Herunterladen | »

Kurzfassung:
Dass durch die nachfolgende Verfahrensordnung geregelte Güteverfahren vor der staatlich anerkannten Gütestelle im Sinne von §794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO, ist nicht zu verwechseln mit dem bei bestimmten zivilrechtlichen Streitigkeiten zwingend vorgeschriebenen Schlichtungsversuch gemäß dem Gesetz zur obligatorischen außergerichtlichen Streitschlichtung vom 28.06.2000. Ein Güteverfahren nach der vorliegenden Verfahrensordnung ist vielmehr in allen zivilrechtlichen Streitfällen möglich, unabhängig vom Streitwert. Die anerkannte Gütestelle versucht, durch Vermittlung zwischen den Parteien eine gütliche Einigung herbeizuführen, durch welche die (gegenläufigen) beiderseitigen Interessen zu einem Ausgleich gebracht werden.

Die Vorteile eines Verfahrens vor einer anerkannten Gütestelle liegen in der in aller Regel kürzeren Verfahrensdauer und der Möglichkeit, zu Beginn des Güteverfahrens zunächst nicht ersichtliche Probleme zu lösen/Konflikte beizulegen (keine Beschränkung auf den Prozesstoff). Die Kosten des Verfahrens vor der anerkannten Gütestelle liegen normalerweise unter denen eines streitigen Gerichtsverfahrens, wobei es für die Parteien des Güteverfahrens insbesondere bei hohen Streitwerten vorteilhaft sein kann, ein Güteverfahren durchzuführen, da dieses nicht nach Streitwert, sondern (gestaffelt nach Streitwert), nach Stundenhonorar berechnet wird. Im Falle einer Einigung erhält der Schlichter allerdings zusätzlich eine Einigungsgebühr nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), die sich nach dem Streitwert bemisst.
 

 

0711 statt 08/15®


0711 statt 08/15® Fortbildung

0711 statt 08/15® heisst Fortbildungen mit Referenten und zu Themen, die etwas Neues bieten und den Horizont erweitern sollen. Statt in 08/15 Tagungshotels trifft man sich in schönen, hellen Räumen mit Blick auf Stuttgart und ins Grüne und genießt gepflegtes Essen mit der Möglichkeit zum Gedankenaustausch statt Fingerfood.

Aktuell gibt es noch keinen Termin für weitere Fortbildungsveranstaltungen. Bitte fragen Sie bei Interesse nach.
 

 

Kontakt / Impressum


Dr. Christofer Hebel
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Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Goldbergstraße 46
70327 Stuttgart

Telefon: 0711. 342 709 71
Telefax: 0711. 342 709 72
mail@christofer-hebel.de  

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Inhaltlich verantwortlich für diese Homepage ist Dr. Christofer Hebel.

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Der Berufsstand der Rechtsanwälte und Rechtsbeistände unterliegt im Wesentlichen nachfolgend genannten berufsrechtlichen Regelungen:
Berufsordnung der Rechtsanwälte
Fachanwaltsordnung
Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (RVG)

Die berufsrechtlichen Regelungen können auf der Website der Bundesrechtsanwaltskammer (www.brak.de) in aktueller Fassung eingesehen werden.

Zuständige Kammer:
Rechtsanwaltskammer Stuttgart
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Königstraße 14
D-70173 Stuttgart
Telefon: 07 11 / 22 21 55-0
Telefax: 07 11 / 22 21 55-11
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